Bundesländer von Deutschland

Die amtlich als „Länder“ bezeichneten deutschen Bundesländer bilden rechtlich die föderale staatliche Ebene von Deutschland. Diese Länder sind (in alphabetischer Reihenfolge): Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.Historisch hat es die von den Besatzungsmächten nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebauten Länder bereits vor der Gründung der Bundesrepublik Deutschland (1949) gegeben. Die Anzahl der heute 16 Länder hat sich im Lauf der Geschichte mehrmals geändert. 1949 waren es zunächst zwölf Länder: Neben dem bis 1990 einen politischen Sonderstatus innehabenden (West-)Berlin gehörten Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein dazu. Im Südwesten waren 1945 die Länder Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern entstanden, die sich erst 1952 zum Bundesland Baden-Württemberg zusammenschlossen.1957 kam das bis dahin unter französischer Oberherrschaft stehende Saarland nach einer Volksabstimmung seiner Einwohner zur Bundesrepublik Deutschland. Ein Jahr nach der Maueröffnung trat die DDR 1990 der Bundesrepublik bei und es entstanden die in ihrer Gesamtheit häufig als „Die neuen Länder“ bezeichneten Neu-Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Berlin(-West) fusionierte mit der ehemaligen DDR-Hauptstadt Berlin(-Ost) zum nach Beendigung des Viermächte-Status jetzt auch juristisch vollwertigen Bundesland Berlin.
Die von ihren Flächengrößen und Einwohnerzahlen zum Teil überaus unterschiedlichen deutschen Länder teilen sich in die drei Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen einerseits und die 13 Flächenländer andererseits. Bremen ist genau genommen ein Zwei-Städte-Staat: Zum sowohl bezüglich seiner Fläche (419 km²) als auch seiner Einwohnerzahl (670.000) kleinsten Bundesland gehört neben der binnenländischen Hansestadt Bremen auch die 50 km nördlich davon an der Nordsee liegende und durch niedersächsisches Gebiet von Stadtbremen abgetrennte Hafenstadt Bremerhaven.Das flächenmäßig mit Abstand größte Land in Deutschland ist Bayern mit 70.550 km² vor Niedersachsen (47.613 km²). Die meisten Einwohner hat Nordrhein-Westfalen mit über 17 Millionen Bürgern.Die Hauptstädte fast aller Bundesländer sind Großstädte, wenn auch in einigen Bundesländern nicht die größte Stadt Hauptstadt ist. Mit lediglich etwa 92.000 Einwohnern erreicht die MeckPom-Metropole Schwerin als einzige Landeshauptstadt nicht die für die Einstufung als Großstadt erforderliche 100.000-Einwohner-Marke.Die meisten der Flächenländer haben Außengrenzen zu Nachbarstaaten. Ausnahme: Thüringen, Hessen und Sachsen-Anhalt. Rheinland-Pfalz hat sogar Landgrenzen zu drei Staaten (Belgien, Luxemburg und Frankreich) ebenso Bayern (Schweiz, Österreich und Tschechien). Schleswig-Holstein hat als einziges Bundesland sowohl eine Nordsee- als auch eine Ostsee-Küste.
Besondere weitere territoriale Sonderheiten von Bundesländern stellen Neuwerk und Büsingen dar. Die drei Quadratkilometer kleine Watteninsel Neuwerk (44 Einwohner) bildet 100 km nordwestlich von Hamburg in Sichtweite der niedersächsischen Küstenstadt Cuxhaven den kleinsten Hamburger Stadtteil. Die baden-württembergische Gemeinde Büsingen am Hochrhein (1.300 Einwohner) ist wenige Kilometer von Rest-Deutschland entfernt vollständig von Schweizer Staatsgebiet umgeben.Die folgende Übersichtskarte verdeutlicht jeweils Lage und Fläche sowie die Grenzen der Landkreise der Deutschen Bundesländer. Wählen Sie ein Bundesland auf der Karte, um weitere Informationen abzurufen.

Die Bundesländer von DeutschlandBundesländer von DeutschlandAbbildung: Übersicht der Bundesländer in Deutschland

Die 16 deutschen Bundesländer bilden in ihrer Gesamtheit die Bundesrepublik Deutschland, welche im Norden an die Nordsee, Dänemark sowie die Ostsee grenzt. Die weiteren Nachbarländer Deutschlands sind Polen im Nordosten, Tschechien im Osten, Österreich im Südosten, die Schweiz im Süden, Frankreich im Südwesten, Luxemburg und Belgien im Westen und die Niederlande im Nordwesten. Im Süden verläuft die Grenze zudem durch den Bodensee. Mit insgesamt 9 Nachbarstaaten hat Deutschland die meisten Nachbarn in Europa .